Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

Glossar · verständlich erklärt

Vorurteilsbewusste Erziehung und Bildung

Auch: Vorurteilsbewusste Bildung, Vorurteilsbewusster Ansatz

Kurz erklärt

Vorurteilsbewusste Erziehung und Bildung ist ein pädagogisches Konzept, das Kinder von klein auf dabei unterstützt, Vielfalt als selbstverständlich zu erleben und Vorurteile zu erkennen.

Ausführlicher erklärt

Das Konzept stammt aus den USA und heißt dort „Anti-Bias Education“. In Deutschland wird es seit den 2000er-Jahren vor allem in Kitas eingesetzt.

Im Mittelpunkt stehen vier Ziele: Kinder bauen ein positives Selbstwertgefühl auf, lernen andere Lebensweisen und Familienformen kennen und achten sie, erkennen Vorurteile und Benachteiligung und üben, sich gegen Ausgrenzung zu wehren – und sich für andere einzusetzen.

Die Erwachsenen fangen dabei bei sich selbst an: Sie prüfen eigene Vorurteile und wie sie unbewusst wirken – zum Beispiel bei der Auswahl von Büchern, Bildern, Spielen und bei der Sprache im Alltag.

Beispiel aus dem Alltag

In der Kita hängen Bilder von Kindern mit verschiedenen Hautfarben, mit Rollstuhl und aus verschiedenen Familien. Die Fachkraft fragt die Kinder, was sie über die Bilder denken, und nimmt auch Unbehagen oder Vorurteile ernst, statt sie zu übergehen.

Das hängt damit zusammen

Themenbereiche

Grundlagen und Teilhabe · Kita-Assistenz